Pilgern im Alltag – Tag 43

Heute ist der erste Feiertag, an dem gepilgert wird: Allerheiligen. Der Tag wird oft mit Totengedenken verbunden, weil viele dann auf den Friedhof gehen. Doch das Totengedenken ist erst einen Tag später, Allerseelen. Aber da es kein freier Tag ist, gehen die meisten schon an Allerheiligen und zünden Kerzen auf den Gräbern an. Verständlich, aber leider lenkt es den Blick zu sehr auf die Verstorbenen. Doch es gibt Heilige, die noch quicklebendig auf Erden sind. Allerheiligen ist daher ein Grund einmal darüber nachzudenken, welche Heiligen ich so kenne.
-Maria-


 

Pilgern im Alltag – Tag 41 und 42

Wochenende ist Herbergszeit. Ich habe wieder intensiv im Herbergs-Café gechattet und kann manchen Impuls mitnehmen. Schade, dass dies die letzte Herberge war. Nächste Woche haben wir schon unser Ziel erreicht: Die Kapelle des Friedens, der Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung.
-Maria-


 

Pilgern im Alltag – Tag 40

Kaum zu glauben, aber morgen werden wir schon die letzte Herberge erreicht haben. Nur noch eine Woche, dann haben wir unser Ziel, die Kapelle für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, erreicht. Ich bin gespannt, welche Überraschungen diese letzte Pilgerwoche bereithalten wird.
Heute habe ich aber weniger über das große Thema der Pilgerreise „Welttag der Armen“ nachgedacht, als einfach nur das schöne Wetter mit Wind und Sonne genossen.
-Maria-


 

Pilgern im Alltag – Tag 39

Autofahren – es spricht viel dafür und ebenso viel dagegen. Was aber wenig diskutiert wird, ist, wieviel Platz Autos im städtischen Raum einnehmen. Das wurde mir heute bewusst als ich von meinem Pilgerweg zurückkam und über unsere Straße ging, die gerade neu geteert wurde. Noch ist sie gesperrt, d.h. kein parkendes Auto weit und breit. Und genau das ist unsere schmale Straße auf einmal: breit. Ich werde es vermissen.
-Maria-


 

Pilgern im Alltag – Tag 38

Pilgern im Alltag bedeutet für mich auch, in meiner Wohnumgebung Neues zu entdecken. So habe ich heute gesehen, dass ein kleines Ladenlokal wieder genutzt wird. Das Angebot: Trauerbegleitung. Mit Blick auf den Welttag der Armen, habe ich an die Menschen gedacht, die auf der Straße leben. Wie geht es ihnen, wenn ein Kumpel stirbt? Wer ist für sie da?
-Maria-


 

Pilgern im Alltag – Tag 37

Heute habe ich mich mit dem Impuls für dei Woche beschäftigt. Es geht um den Gelähmten, der am See auf Heilung wartet, aber vor allem darauf, dass ihm jemand hilft. Jesus tut es – jedoch ganz anders als erwartet. Viel Stoff zum Nachdenken also.
-Maria-


 

Pilgern im Alltag – Tag 36

Heute ging mir der Blick eines etwa acht Jahre alten Mädchens nicht aus dem Kopf. Sie stand mit ihrer Freundin hinter mir an der Supermarktkasse und schaute mich verwundert und fragend an. Ihr Blick sagte mir: Was macht eine alte Frau wie Du mit so vielen Gummibärchen? Die Frage ist durchaus berechtigt, und die Antwort ist einfach: Ich werde sie verschenken. Allerdings nur die Gummibärchen, denn die Tüten behalte ich, weil auf ihnen ein Code eingedruckt ist. Dieser Code gehört zur Aktion Vereinsfreude und ist wie ein Los, mit dem die Niclas Stiftung Geld für ihre Projektpartner gewinnen kann. Wenn ich den nächsten Code einlöse, werde ich bestimmt an das Mädchen denken.
-Maria-


 

Pilgern im Alltag – Tag 33

Der heutige Pilgertag ist ein ganz besonderer gewesen, denn heute war ich nicht allein. Y., die auch zur Pilgergruppe gehört, und ich waren gemeinsam unterwegs. Wir haben über dies und das gesprochen und auch über das Pilgern im allgemeinen und das nach St. Matthias in Trier im besonderen. Ich habe mich auch schon einige Male zum Apostelgrab aufgemacht und schätze die besondere Atmosphäre dort. Während ich mich mit dem Zug aufgemacht habe, ist Y. den weiten Weg vom Niederrhein bis Trier zu Fuß gegangen. Da kann ich nur den Hut ziehen!
-Maria-


 

Pilgern im Alltag – Tag 32

Heute war es wieder ein nasser Pilgertag. Der Sturm hatte aber nicht nur Regen im Gepäck, sondern auch Kälte. So habe ich während meines Weges überlegt, was ich morgen  anziehen werde. Denn auch dann soll es  wieder uselig* werden. Manchmal sind es halt die ganz praktischen Dinge, die mich auf dem Weg beschäftigen. Morgen wird aber sicher auch Zeit sein, über das ein oder andere nachzudenken, was mit unserem Pilgerweg zu tun hat: die Lebenssituation armer Menschen, die im Mittelpunkt des Welttags der Armen am 14. November stehen.
-Maria-

*Wer das Wort nicht kennt, hier gibt’s eine Erklärung dazu.