Montagsimpuls – Was bete ich eigentlich?

Vor einigen Wochen war in kirchlichen Nachrichten zu lesen, dass Katholiken in den französischsprachigen Regionen künftig eine andere Fassung des Vaterunsers beten. Wo es früher hieß „Und führe uns nicht in Versuchung“ heißt es nun „Und lass uns nicht in Versuchung geraten“. Schon viele haben sich an dem Satz „Und führe uns nicht in Versuchung“ gestoßen und es sind sicher schon viele theologische Abhandlungen darüber geschrieben worden. Für mich war und ist nicht vorstellbar, dass mein Gott in Versuchung führt. Deshalb habe ich irgendwann begonnen, anders zu beten: „Und führe uns in der Versuchung“, also: steh uns bei und sei an unserer Seite. In manch einem Leserbrief zu Artikel über die neue französische Übersetzung stand ähnliches. Ob die neue Übersetzung nun besser oder richtiger ist, kann ich nicht sagen, aber sie kann mir einen Anstoß geben, einmal wieder über das nachzudenken, was ich bete, wenn ich die mir von Kindheit an vertrauten Texte nutze. Vielleicht löse ich mich auch irgendwann vom Latein und bete „Unser Vater im Himmel …

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