Gott und die Welt – Ansgar, der lächelnde Missionar

Vor dem Hamburger Mariendom steht eine bemerkenswerte Bronzefigur des Hl. Ansgar (9. Jhd.*). Die etwa mannshohe Figur zeigt den ersten Bischof Hamburgs in seiner Mönchskleidung. Er hält ein Kreuz in seinen Händen. Wie er dies tut, lässt einerseits an einen Pilgerstab denken, andererseits an sein Bekenntnis zum christlichen Glauben, das er wie ein Angebot dem Betrachter zeigt. Ansgar ist in Bewegung; er geht über den Platz, dabei kommt er aber nicht von dem Gebäude Kirche und er geht nicht dorthin. Das Gebäude Kirche liegt an seinem Weg, prominet und wichtig, aber es ist nicht sein Ziel. Er trifft vielmehr auf die Menschen, die über den Platz gehen. Dies tut er – und das hat mich am meisten berührt – lächelnd: Ansgar, der Missionar, der den Menschen die Frohe Botschaft mit Freude bringt!
Maria

*Die Skulptur wurde von Karlheinz Oswald geschaffen und ist ein Geschenk des Bistums Mainz an das Erzbistum Hamburg.

God and the world – Ansgar, the smiling missionary

In front of St. Mary’s Cathedral in Hamburg a figure of St. Ansgar is placed (9th century*). The figure, about the height of a man, shows the first bishop of Hamburg in his monk’s clothes holding a cross in his hands. The way he does it reminds on the one hand of a pilgrim’s staff and on the other hand of Ansgars‘s commitment to the Christian faith as an offer to the spectator. Ansgar is on the move; he crosses the square but he does not come from the church building and he does not go to it. The church building is on his way, prominent and important, but it is not the place he wants to go to. Rather he wants to meet the people who walk across the square. He does this – and this touched me the most – with a smile: Ansgar, the missionary who brings the Good News to the people with joy.
Maria

*The sculpture was created by Karlheinz Oswald and is a gift from the diocese of Mainz to the archdiocese of Hamburg.

Gott und die Welt – Mission oder Was mir ein Schokoladenkuchen deutlich gemacht hat

Einige Gedanken zum außergewöhnlichen Monat der Weltmission Oktober 2019

Vor einigen Jahren habe ich eine neue Backform gekauft. In dem Karton war auch ein Rezept für einen Schokoladenkuchen, das sehr verlockend klang. Da ich alle Zutaten im Haus hatte, habe ich das Rezept umgehend ausprobiert. Nach kurzer Zeit schon war die ganze Wohnung erfüllt von wunderbarem Schokoladenduft. Am nächsten Tag habe ich den Kuchen mit meinen Kolleg*innen im Büro geteilt und begeistert von dem Rezept und auch der neuen Form erzählt.
Später habe ich mir kritisch die Frage gestellt, ob ich auch so begeistert von meinem Glauben erzähle. Selbstverständlich haben Schokoladenkuchen und Glauben nichts gemein und sind nicht zu vergleichen. Aber wenn ich schon über die unwichtige Dinge wie einen Schokoladenkuchen spreche, warum dann so wenig über meinen mir so wichtigen Glauben?
Seither ist mir dieser Schokoladenkuchen immer wieder ein Ansporn, über Gott und die Welt zu sprechen,und ich hoffe, dass auch andere Menschen – um im Bild zu bleiben – auf den Geschmack kommen.
Maria

God and the World – Mission or What a Chocolate Cake made me realize

Some thoughts on the Extraordinary Missionary Month October 2019

A few years ago I bought a new baking tin. In the box was also a recipe for a chocolate cake and seemed to be very good. As I had all ingredients I tried the recipe immediately. After a short time the whole apartment was filled with the wonderful smell of chocolate. Next day I shared the cake with my colleagues in the office and told them enthusiastically about the recipe and the new baking tin.
Later I asked myself critically whether I was so enthusiastic about my faith. Of course chocolate cake and faith have nothing in common and cannot be compared. But if I am talking about unimportant things like a chocolate cake why so little about my faith which is so important to me?
Since then this chocolate cake has always been an encouragement for me to talk about God and the World and I hope that other people – to stick with the image of a chocolate cake – also get a taste for it.
Maria

Gott und die Welt – Düsseldorf, die Steyler und die „Sieben Schwestern“

Das katholische Hilfswerk missio stellt die „Sieben Schwestern“ in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Kampagne zum Weltmissionsmonat. Die Düsseldorferinnen Sophie und Maria Wego haben engen Kontakt zu diesen sieben indischen Bundesstaaten und unterstützen dort die Arbeit der Steyler Missionare.
Seit der Gründung der Niclas Stiftung 2006 fördern die beiden den Bau von Schulen in der Region. Die Schulen in Kamranga (Tripura) und Seppa (Arunachal Pradesh) stehen bereits auf eigenen Füßen. Besonders Kinder armer Familien und benachteiligter Stämme erhalten hier die Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Da die Wege weit sind, gehört auch immer ein Internat zur Schule.
Gleiches gilt für das neue Schulprojekt in Khumulwng (Tripura), das auf Wunsch vieler Eltern in Angriff genommen wurde. Sie selbst sind Analphabeten und wünschen sich seit Jahren eine Schule für ihre Kinder. In dem Steyler Missionar P. Valentine Dung Dung SVD haben sie nun jemanden gefunden, der sich mit ihnen für den Schulbau einsetzt. Bald soll der Bau der ersten vier Klassenräume beginnen. Einen Teil der Kosten erbringen die Menschen vor Ort durch Arbeit und Baumaterial. Für den anderen Teil sammelt die Niclas Stiftung „Start-Bausteine“ im Wert von 25 €. Möchten Sie mithelfen? – Ihre Hilfe für die Schule in Khumulwng
Maria