Montagsimpuls – Maria von Guadalupe

Maria, die Mutter Jesu, ist für mich eine ganz besondere Frau, die Vorbild im Glauben ist. Mit den meisten Mariendarstellungen kann ich allerdings wenig anfangen. Von „Himmelskönigin“ über „Reine Magd“ bis „Mutter der Barmherzigkeit“ sind sie für mich zu sehr geprägt von einem weiblichen Rollenbild, das mit der Lebenswirklichkeit der meisten Frauen wenig bis gar nichts gemein hat.
Auch zu dem Bild der Maria von Guadalupe habe ich bisher keine Verbindung aufbauen können. Dies ändert sich allerdings langsam. Kürzlich las ich in einem Beitrag von Cläre Hillermann folgendes: „Südamerikaner vertrauen bis heute auf die Solidarität der Maria. […] Sie steht mit ihnen auf für Frieden und Gerechtigkeit, gegen ungerechte Regierungen und Verhältnisse.“ [1]
Das ist die
Maria des Magnifikat, die Maria, die singt: „Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.“
Unter diesem Aspekt will ich am Festtag von Guadalupe, dem 12. Dezember, das Bild und die Geschichte dazu noch einmal betrachten.

[1] Cläre Hillermann, Maria in tausend Bildern, in: Hirschberg 11/2018, S. 671.

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