Montagsimpuls – Karfreitag

Als Kind war der Karfreitag ein Tag, den ich am liebsten übersprungen hätte. Erstes mochte ich das Traditionsessen in meiner Familie nicht, und zweites hatte ich an dem Tag immer das Gefühl, mich nicht bewegen zu dürfen. Es war irgendwie beklemmend still und starr. Ab Karsamstag wurde es dann langsam erträglicher bis Ostern wieder alles wie gewohnt war.
Heute mag ich die Ruhe des Karfreitags, der trotz des gesellschaftlichen Wandels immer noch ein stiller Tag ist. Dass es einen Tag im Jahr gibt, an dem nicht das getan und veranstaltet wird, was sonst getan und veranstaltet wird, an dem jeder Zeit für sich selbst hat,
halte ich für eine Wohltat für alle. Auch für die Nicht-Christen. Das dies so sein kann, machte mir ein Gespräch deutlich, das ich kürzlich in einem Restaurant mithörte. Da berichtete ein junger Mann voller Vorfreude, dass er sich am Karfreitag mit seinen Geschwistern zum Brunch träfe. Sonst hätten sie ja nie Zeit dazu, nur zusammen zu kommen um zusammen zu sein.
Karfreitag – ein Tag, an dem Begegnung auf sehr unterschiedliche Art und Weise stattfindet. Gut, dass er in Deutschland auch ein staatlicher Feiertag ist.

Über den MontagsimpulsIch bin SVD-Partner

Montagsimpuls – Simon und Joseph

Nun beginnt die Karwoche. In den Passionsberichten werden zwei Männer erwähnt, die meist recht wenig Beachtung finden: Simon von Kyrene und Joseph von Arimathaia. Die katholische Kirche gedenkt ihrer zwar am 1. Dezember bzw. am 31. August, doch ich finde, dass es ich lohnt, besonders in der Karwoche an sie zu denken und ihr Tun zu reflektieren. In den Evangelien wird nur wenig über sie berichtet, doch war es den Evangelisten wichtig, auch ihre Namen zu überliefern. Allein das wirft schon ein Licht auf ihr Tun, über das ich in dieser Woche nachdenken möchte.

Über den MontagsimpulsIch bin SVD-Partner