Montagsimpuls – Erste Adventwoche

Im Advent klingt ein Satz aus dem Lobgesang des Zacharias immer ganz besonders in mir nach:
„Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe“.
Welche Zuversicht und welche tiefe Beziehung spricht aus diesen Zeilen! Nur wer etwas von der Liebe Gottes verspürt hat, wird das sagen und dann fortfahren können:
„um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.“
Es sind nur zwei Zeilen eines Gebetes, das die Kirche jeden Morgen betet. Besonders zu
Beginn der Adventzeit lohnt es, über sie nachzudenken, darüber ob ich die barmherzige Liebe Gottes verspüre und ob ich meine Schritte auf dem Weg des Friedens lenken lasse.

Über den MontagsimpulsIch bin SVD-Partner

 

 

Montagsimpuls – Zwischen den Jahren

„Zwischen den Jahren“ so wird die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr genannt. Aber irgndwie fühlt sich die Zeit zwischen dem Christkönigfest, also dem letzten Sonntag des Kirchenjahres, und dem 1. Advent für mich ebenso an. „Zwischen den Jahren“ lässt man alles etwas ruhiger angehen und nimmt sich Zeit zum Nachdenken. Es ist einen Versuch wert, nun diese Tage zwischen dem letzten Sonntag des Kirchenjahres und dem 1. Sonntag des Advent auch so zu verbringen – ruhig und mit Zeit zum Innehalten.

Über den MontagsimpulsIch bin SVD-Partner

Montagsimpuls – Lohnenswert: Die sieben O-Antiphonen

Vom 17. bis 23. Dezember wird in den sogenannten O-Antiphonen die Geburt Jesu betrachtet. Sie bilden den Ruf zum Halleluja in der Messfeier und zum Magnifikat im Abendlob. Die Bezeichnung stammt von dem Beginn eines jeden Rufes: O Weisheit, O Adonai, O Spross aus Isais Wurzel,O Schlüssel Davids, O Morgenstern, O König aller Völker und O Immanuel.
Jeder einzelne dieser Rufe mit Bildern aus dem Alten Testament ist der Betrachtung wert. Vielleicht ist in den kommenden Tagen Zeit, die Rufe in Ruhe zu lesen und zu betrachten.

17. Dezember
O Weisheit,
hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten –
die Welt umspannst du von einem Ende zum andern,
in Kraft und Milde ordnest du alles:
o komm und
offenbare uns den Weg der Weisheit und der Einsicht!

Antiphon hören

18. Dezember
O Adonai,
Herr und Führer des Hauses Israel –
im flammenden Dornbusch bist du dem Mose erschienen und hast ihm auf dem Berg das Gesetz gegeben:
o komm und
befreie uns mit deinem starken Arm!

Antiphon hören

19. Dezember
O Spross aus Isais Wurzel,
gesetzt zum Zeichen für die Völker –

vor dir verstummen die Herrscher der Erde,
dich flehen an die Völker:
o komm und errette uns,
erheben dich, säume nicht länger!

Antiphon hören

20. Dezember
O Schlüssel Davids,
Zepter des Hauses Israel –

du öffnest, und niemand kann schließen,
du schließt, und keine Macht vermag zu öffnen:
o komm und
öffne den Kerker der Finsternis und
die Fessel des Todes!

Antiphon hören

21. Dezember
O Morgenstern,
Glanz des unversehrten Lichtes,

der Gerechtigkeit strahlende Sonne:
o komm und
erleuchte, die da sitzen in Finsternis und
im Schatten des Todes!

Antiphon hören

22. Dezember
O König aller Völker,
ihre Erwartung und Sehnsucht;

Schusstein, der den Bau zusammenhält:
o komm und
errette den Menschen,
den du aus Erde gebildet hast!

Antiphon hören

23. Dezember
O Immanuel,
unser König und Lehrer,

du Hoffnung und Heiland der Völker:
o komm,
eile und schaffe uns Hilfe,
du unser Herr und unser Gott!

Antiphon hören

 

Über den MontagsimpulsIch bin SVD-Partner

Advent in Seppa

Auf einer Adventfeier habe ich einen Kurzbericht über die Adventbräuche in Seppa gegeben, den ich hier mitteilen möchte. In der Gemeinde arbeitet neben anderen der Steyler Missionar P. Valentine Dung Dung.

star01
Kinder mit einem Stern.

Seppa ist eine Kleinstadt in Nordost-Indien im Bundesstaat Arunachal Pradesh, der zwischen dem Bundessstaat Assam und China liegt. Während Seppa per Auto zu erreichen ist, führen zu den umliegenden Dörfern nur Fußwege. Seppa gehört zum Bistum Itanagar, das erst 2005 errichtet wurde. Die älteste Pfarrgemeinde des Bistums wurde 1977, die Gemeinde in Seppa wurde 1997 gegründet. Obwohl sie noch sehr jung ist, hat sie schon ihre Art gefunden, die Adventzeit zu gestalten.

star02
Der Stern schwebt an einer langen Stange über dem Dach.

Vor dem 1. Dezember bringen alle ihre Adventdekoration in die Kirche, damit sie gesegnet wird. Ab dem 1. Dezember ist dann auf jedem Dach eines von Christen bewohnten Hauses ein Stern zu sehen. Jeden Tag kommen Menschen zum gemeinsamen Singen zusammen. Dazu legen sie ihre jeweiligen Stammestrachten an. Jede Familie bringt kleine Geschenke oder etwas Geld mit – „for the child Jesus“.

star05
Das Essen bereiten alle gemeinsam zu. Die einen den Reis …
star06
… die anderen das Fleisch.

Zum Ende der Adventzeit kommen alle zu einer großen Feier zusammen. An diesem Tag werden zwei bis drei Mithun geschlachtet (Rinderrasse, die es nur dort gibt). Das Essen wird gemeinsam vorbereitet: die einen schlachten, die anderen suchen im Wald Holz und Blätter, auf denen das Fleisch serviert wird. Es ist also ein großes, gemeinsames Fest, an dem alle beteiligt sind und teilnehmen.