Am Anfang war das Wort

Heute Morgen war in meinem Adventkalender von Andere Zeiten ein Auszug aus Goethes Faust zu lesen:

Geschrieben steht: „Im Anfang war das Wort!“
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!

Nicht nur, aber auch für alle Steyler sicher ein Text, der zum Nachdenken anregt.

Zum Festtag des Hl. Andreas

Ikone Petrus und Andreas/privat
Ikone Petrus und Andreas/privat

Heute am Festtag des Apostels Andreas ein paar Zeilen zum Thema Ökumene. Der Festtag wird nicht nur in der römisch-katholischen, sondern auch in der orthodoxen Kirche heute begangen. So wie die römisch-katholische Kirche sich auf den Apostel Petrus beruft, beruft sich die orthodoxe Kirche auf den Apostel Andreas, den Erstberufenen (vgl. Joh 1,40). Wenn also Papst Franziskus den Ökumenischen Patriachen Bartholomäus mit „Mein Bruder Andreas“ anredet, dann ist das nicht nur der Hinweis darauf, dass die beiden Brüder waren, sondern es ist auch ein deutliches Zeichen ökumenischer Verbundenheit.

#Giving Tuesday – Ein Steyler Projekt ist auch dabei

givingtuesday_germany-2015Am 29. November ist #Giving Tuesday! Weltweit sind Menschen aufgerufen, an diesem Tag etwas Gutes zu tun. In Deutschland ist auch ein Steyler Projekt bei der Aktion dabei. Die Niclas Stiftung sammelt an diesem Tag ganz besonders Onlinespenden über betterplace.org für das Mädcheninternat Casa Guadalupe, einem Projekt von P. Michael Heinz SVD.

Außerdem gibt es eine Sonderaktion bei benefind.de. Das Jahresergebnis der Suchspenden für die Niclas Stiftung ist immer für das Internat bestimmt, aber in der Zeit vom 28. bis 30. November wird die Gesamtsumme der Onlinesuchen von einem anonymen Spender verfünfacht!
Also: nicht googeln, sondern benefinden! (Dabei unbedingt darauf achten, dass die Niclas Stiftung ausgewählt ist.)

 

 

 

100 dagen in die kloosterkelders van Steyl

kelderAm 21. November 1944 begann für die Bevölkerung in Steyl eine besondere Zeit des Leidens. 100 Tage verbrachten viele in den Klosterkellern von Steyl, litten unter Beschuss, Verfolgung durch die deutschen Besatzer, Hunger und Kälte.

Tagebuchaufzeichnungen aus diesen 100 Tagen wurden von Maurice Ambaum zusammengetragen und 2015 als Buch publiziert. Im Vorwort heißt es dazu: „Was das Kellerleben so einzigartig macht ist, dass die Klostergemeinschaften Deutsche sind. Mit anderen Worten: Einwohner von Steyl verstecken sich vor der Kriegsgewalt der Deutschen Besatzer bei deutschen Kongregationen in den besetzten Niederlanden. Die deutschen und niederländischen Schwester und Brüder der Konregationen sorgen so gut wie möglich für die Untergetauchten aus Steyl und retten vielen das Leben.“ [Übersetzung aus dem Niederländischen]

Ein tief berührendes und nachdenklich stimmendes Buch, das viele Impulse gibt und hoffentlich eines Tages auch in anderen Sprachen vorliegen wird, um von Steylern weltweit gelesen werden zu können.

Siehe auch Webshop Uitgevereij Bronsgreun

Kein Martinsabend ohne

Heute ist Martinsabend, und auch wenn die Zeiten, in denen ich mit der Laterne losgezogen bin, lange vorbei sind, so ist Martinsabend für mich immer noch ein fester Feiertag im Jahreszyklus der Familie. Ein Martinsabend ohne „Küchelchen“ – wie in meiner Familie die traditionellen niederrheinschen „Hefepüfferkes“ genannt werden – ist für mich unvorstellbar. Dazu gehört auch, dass es dieses Gebäck nur am Martinsabend gibt, also nur an einem von 365 Abenden des Jahres, und so bleibt diese in der Pfanne ausgebackene Süßigkeit immer etwas ganz besonderes.

Euch allen einen schönen Martinsabend!

Zu Allerseelen

Als ich gestern Abend an den heutigen Allerseelen-Tag dachte, fiel mir mein Besuch des Vysehrad Friedhofs in Prag vor 15 Jahren ein. So habe ich eines der Fotos wieder hervorgeholt, das ich dort gemacht habe.

My beautiful picture

Immer wenn ich es sehe, muss ich daran denken, wie ich damals neugierig und skeptisch zugleich dorthin gegangen bin. In einem Reiseführer hatte ich nicht nur von den Gräbern verschiedener Persönlichkeiten gelesen, sondern dort wurde auch die Atmosphäre des Friedhofs als „heiter-gelassen“ beschrieben. Das vorzufinden, kam mir trotz wunderbaren Sommerwetters ziemlich unwahrscheinlich vor. Aber genau so war es. Lange habe ich nach anderen Worten gesucht und versucht zu beschreiben, wie es ist, über diesen Friedhof zu gehen und die teilweise künstlerisch beeindruckenden Grabmäler zu betrachten. Letztlich gab ich mich damit zufrieden, den Reiseführer zu zitieren: heiter-gelassen.

Wer nicht bis Dezember warten will …

In der Stadt Gottes-Ausgabe vom November 2016 wird auf einen Artikel über Bruder Roland Scheid SVD hingewiesen, der in der Dezember-Ausgabe erscheinen wird. Wer nicht so lange auf einen Artikel über ihn warten will, findet auf „Glaube aktuell“ bereits den  Bericht „Malen für die Mission“.