Christen und Politik

Jugend interssiert sich sehr wohl für Politk. Das zeigt der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Diözese Bamberg deutlich. Er hat zur bevorstehenden Bundestagswahl den „Adventkalender Qwak“ entwickelt, findet doch die Bundestagswahl an einem 24. statt. Tag für Tag kann auf der Website ein Türchen mit Informationen geöffnet werden. Auch wenn schon Halbzeit ist, lohnt der Blick auf die Website.
Qwak steht übrigens für Qual der Wahl Adventkalender

Montagsimpuls – Was bete ich eigentlich?

Vor einigen Wochen war in kirchlichen Nachrichten zu lesen, dass Katholiken in den französischsprachigen Regionen künftig eine andere Fassung des Vaterunsers beten. Wo es früher hieß „Und führe uns nicht in Versuchung“ heißt es nun „Und lass uns nicht in Versuchung geraten“. Schon viele haben sich an dem Satz „Und führe uns nicht in Versuchung“ gestoßen und es sind sicher schon viele theologische Abhandlungen darüber geschrieben worden. Für mich war und ist nicht vorstellbar, dass mein Gott in Versuchung führt. Deshalb habe ich irgendwann begonnen, anders zu beten: „Und führe uns in der Versuchung“, also: steh uns bei und sei an unserer Seite. In manch einem Leserbrief zu Artikel über die neue französische Übersetzung stand ähnliches. Ob die neue Übersetzung nun besser oder richtiger ist, kann ich nicht sagen, aber sie kann mir einen Anstoß geben, einmal wieder über das nachzudenken, was ich bete, wenn ich die mir von Kindheit an vertrauten Texte nutze. Vielleicht löse ich mich auch irgendwann vom Latein und bete „Unser Vater im Himmel …

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Montagsimpuls – Gastfreundschaft

Wer in Griechenland ein Kloster besucht, wird mit einem Glas Wasser und Süßigkeiten willkommen geheißen. In den Kirchen ist dies normalerweise nicht der Fall. Die Ausnahme erlebte ich in Thessaloniki. Ich war auf die Kirche wegen ihrer, für orthodoxe Kirchen nicht üblichen, reichhaltigen bunten Glasfenster aufmerksam geworden. Gleich am Eingang wurde ich von einem jungen Soldaten begrüßt. Wir kamen ins Gespräch, und er erklärte mir, dass die Kirche der griechischen Armee gehöre. Er holte ein Glas Wasser, bot mir Kekse an, und wir unterhielten uns noch eine ganze Weile über die Kirche und dann noch über Gott und die Welt. Als ich schließlich die Kirche verließ, kam mir der Gedanke, dass in Sachen Gastfreundschaft Kirchengemeinden in Deutschland von der griechischen Armee durchaus etwas lernen können.
Da wir nicht auf eine klösterliche Tradition wie in Griechenland zurückgreifen können, wie könnte in meiner Gemeinde ein Willkommen aussehen?

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Gebet zum Tag der Schöpfung

Am 1. September begehen die Kirchen den Tag der Schöpfung. Deshalb möchte ich heute das Wessobrunner Gebet in Erinnerung rufen, das wohl um 800 entstanden ist und bis heute nichts von seiner Kraft verloren hat:

Das Wessobrunner Gebet
Das erfuhr ich unter den Menschen als der Wunder größtes,
dass Erde nicht war, noch oben der Himmel,
nicht Baum […], noch Berg nicht war,
noch […] irgend etwas,
noch die Sonne nicht schien,
noch der Mond nicht leuchtete,
noch das herrliche Meer.
Als da nicht war an Enden und Wenden,
da war der eine allmächtige Gott, der Wesen gnädigstes,
und da waren mit ihm auch viele herrliche Geister.
Und Gott der heilige […]
Gott allmächtiger, der du Himmel und Erde wirktest
und der du den Menschen so mannigfach
Gutes gegeben,
gib mir in deiner Gnade
rechten Glauben
und guten Willen,
Weisheit und Klugheit und Kraft,
den Teufeln zu widerstehen,
und das Böse zurückzuweisen
und deinen Willen zu tun.

Diese Fassung ist dem Materialheft zum Tag der Schöpfung entnommen.

Montagsimpuls – Tag der Schöpfung

Als ich über den Tag der Schöpfung* am 1. September nachdachte, hatte ich viele Bilder besonderer Landschaften, Pflanzen, Tiere, Wolken- und Lichtspiele, Seen und Meere vor Augen. Doch ein Bild trat immer davor: ein Kaktus in meinem Garten. Vor Monaten hatte ich einen Teil eines Kaktus‘, der am Wohnzimmerfenster gestanden hatte und umgestürzt war, auf einen Blumentopf auf der Terrasse gelegt. Es war ein Mittelstück, hatte also an beiden Enden offene Flächen, die trocken wurden. Ich wusste nicht, was ich damit tun sollte und dachte, dass einfach das ganze Stück eintrocknen würde. So blieb es unbeachtet dort einige Monate. Herbst und Winter gingen vorüber, und das Kaktusstück lag noch immer dort, ein wenig schmaler zwar, aber nicht trocken und immer noch grün. Im Frühsommer sah ich plötzlich, dass sich an einer Stelle eine Verdickung bildete: ein neuer Kaktus wuchs dort, kugelrund und sattgrün!
Wie wunderbar und kraftvoll ist doch Gottes Schöpfung: ein für nutzlos gehaltenes Stück trotzt Regen und Frost und bringt neues Leben hervor, das Wurzeln schlagen kann. Dieses Kaktusstück ist für mich zu einem Bild für das Leben geworden, einem Leben, das – egal ob Pflanze, Tier oder Mensch – Respekt und Beachtung verdient, weil es da ist und mich immer wieder etwas Neues lehrt.
Übrigens: An den heißen Tagen des Sommers habe ich dafür gesorgt, dass der junge Kaktus, solange keine Wurzeln da waren, immer einen feinen Wassernebel erhielt. Sobald Wurzeln gewachsen sind, wird er seinen eigenen Topf erhalten, und das Kaktusstück wird weiter seinen nun von mir behüteten Lebensraum auf dem Blumentopf behalten.

*Der von dem Ökumenischen Patriarchen Dimitrios 1989 eingeführte Tag der Schöpfung wird mittlerweile nicht nur von der orthodoxen Kirche begangen, sondern auch von anderen christlichen Kirchen. Weitere Informationen dazu auf der Website der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen (ACK).

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Montagsimpuls – Sklaverei

Zur Erstkommunion bekam ich das Buch Onkel Toms Hütte geschenkt. Ich wusste, dass es in dem Buch um Sklaverei ging und ich glaubte zu wissen, dass Sklaverei etwas aus längst vergangenen Tagen ist. Es hat Jahre gedauert bis mir mit Schrecken klar wurde, dass es immer noch Sklaverei gibt. Sie ist vielleicht nicht mehr so sichtbar wie sie es zu den Zeiten der Sklavenmärkte war, aber sie ist weltweit und vielfältig vorhanden, und ich komme über zahlreiche Produkte direkt damit in Berührung. Dies kann man leicht über die Website slaveryfootprint erfahren. Das Ergebnis macht nachdenklich und ich hoffe, Wege zu finden, dass zukünftig kein Mensch in Sklaverei leben muss.
Übrigens: Am 23. August wird der Internationale Tag der Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung begangen. Über diesen Tag sollte noch einmal nachgedacht werden.

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Gebetskreisel

Gebetskreisel – so nennt die katholische Jugend Österreichs ihre Website, auf der sie Gebete von Jugendlichen veröffentlicht. Auch für die, die dem Jugendalter längst entwachsen sind, lohnt ein Blick auf die Website.

Montagsimpuls – Wichtiges in der Brieftasche

Bargeld, Kunden- und Bankkarten und der Ausweis – das alles findet sich in jeder Brieftasche. Aber etwas gehört auch bei vielen, wenn nicht sogar bei allen dazu: Fotos von der Familie und einige Bilder oder flache Gegenstände, die einem aus verschiedenen Gründen besonders wichtig sind.
Als Jugendliche war das für mich abergläubischer Kram, der in meiner Brieftasche nichts zu suchen hatte. Mittlerweile aber hat sich mein Blick darauf geändert, und so sind nun auch einige Dinge in meiner Brieftasche, mit denen ich besondere Erinnerungen verbinde und die ich deshalb gern mit mir herumtrage. Gelegentlich schaue ich nach und überlege, ob sie mir immer noch so viel sagen wie zu dem Zeitpunkt, an dem ich sie in die Brieftasche gesteckt habe. Dann wandert manchmal ein Teil heraus und ein anderes hinein. Andere sind schon seit Jahren darin und deshalb an den Rädern schon ausgefranst. Wenn ich sie anschaue, ist das immer wie eine kleine Wiedersehensfeier mit einer Erinnerung und einem besonderen Gefühl. Diese Woche ist es wohl mal wieder an der Zeit nachzuschauen. Ich freue mich schon darauf!

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Renovabis und Transcontinental Race: Christoph Fuhrbach hat es geschafft!

Beeindruckende Leistung: Christoph Fuhrbach ist nicht nur am Ziel des Transcontinetal Race angekommen, sondern er gehörte der Gruppe der ersten 25 an, die die Meteroa Klöster erreichten. Herzlichen Glückwunsch!
Was er unterwegs alles erlebt hat, ist auf der Website von Renovabis nachzulesen. Fuhrbach hat Sport und Begegnung miteinander verknüpft und zudem noch Spenden für das Hilfswerk Renovabis gesammt. Auch wenn er jetzt am Ziel ist, werden noch immer gern Spenden entgegengenommen. Vielleicht wird das Ziel 1 Euro pro Kilometer auch noch erreicht?