In Agios Andreas

Heute Abend war ich in der griechisch-othodoxen Gemeinde Düsseldorfs, Apostolos Andreas, zu einem festlichen Gottesdienst. Anlass war, dass eine Reliquie des Namenspatrons, des Heiligen Andreas, in die Kirche gebracht wurde. Als katholische Christin fehlte mir allerdings das Stehvermögen, den ganzen Gottesdienst zu bleiben. Ich habe nach einem Drittel der Zeit abgebrochen, also nur zwei von sechs Stunden an dem Gottesdienst teilgenommen.

Was mir in der Zeit auffiel aber war folgendes: Aufgrund des besonderen Anlasses war auch Bischof Bartholomaios Kessidis gekommen und hatte auf dem für Bischöfe vorgesehenen Stuhl in der Kirche Platz genommen. Damit sitzt er bei den Gläubigen, wenn auch an exponierter Stelle. Obwohl die Liturgie in vollem Gang war, kamen aber immer wieder Menschen aus der Gemeinde, gingen zum Bischof und küssten ihm die Hand. Bei uns wäre dies während der Liturgie undenkbar, abgesehen davon, dass wir dafür den Altarraum betreten müssten. Andere Frömmigkeit und vermutlich auch anderes Amtsverständnis. Es gilt noch viel von einander zu lernen.

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