Interkulturelle Woche

Für alle, die alles rechtzeitig vorbereiten möchten: Die Materialien für die bundesweit stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) sind nun online. Das Motto lautet dieses Jahr Vielfalt verbindet. Der empfohlende Zeitraum ist Sonntag, den 24. September bis Samstag, den 30.September 2017. Übrigens: Der Tag des Flüchtlings wird am Freitag, den 29. September 2017 sein.
Die IKW ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie.

14. Februar: Mehr als nur Valentinstag

In der breiten Öffentlichkeit ist der 14. Februar – zumindest seit einigen Jahren – als Festtag des Hl. Valentin bekannt. Das stimmt zwar auch, aber in der katholischen Kirche ist dieser Tag der Festtag der Heiligen Cyrill und Methodius. Sie sind Patrone Europas, und wer einmal einen Blick in die Biographie der beiden Brüder aus Thessaloniki wirft, versteht warum. 

Zum Festtag des Hl. Andreas

Ikone Petrus und Andreas/privat
Ikone Petrus und Andreas/privat

Heute am Festtag des Apostels Andreas ein paar Zeilen zum Thema Ökumene. Der Festtag wird nicht nur in der römisch-katholischen, sondern auch in der orthodoxen Kirche heute begangen. So wie die römisch-katholische Kirche sich auf den Apostel Petrus beruft, beruft sich die orthodoxe Kirche auf den Apostel Andreas, den Erstberufenen (vgl. Joh 1,40). Wenn also Papst Franziskus den Ökumenischen Patriachen Bartholomäus mit „Mein Bruder Andreas“ anredet, dann ist das nicht nur der Hinweis darauf, dass die beiden Brüder waren, sondern es ist auch ein deutliches Zeichen ökumenischer Verbundenheit.

In Agios Andreas

Heute Abend war ich in der griechisch-othodoxen Gemeinde Düsseldorfs, Apostolos Andreas, zu einem festlichen Gottesdienst. Anlass war, dass eine Reliquie des Namenspatrons, des Heiligen Andreas, in die Kirche gebracht wurde. Als katholische Christin fehlte mir allerdings das Stehvermögen, den ganzen Gottesdienst zu bleiben. Ich habe nach einem Drittel der Zeit abgebrochen, also nur zwei von sechs Stunden an dem Gottesdienst teilgenommen.

Was mir in der Zeit auffiel aber war folgendes: Aufgrund des besonderen Anlasses war auch Bischof Bartholomaios Kessidis gekommen und hatte auf dem für Bischöfe vorgesehenen Stuhl in der Kirche Platz genommen. Damit sitzt er bei den Gläubigen, wenn auch an exponierter Stelle. Obwohl die Liturgie in vollem Gang war, kamen aber immer wieder Menschen aus der Gemeinde, gingen zum Bischof und küssten ihm die Hand. Bei uns wäre dies während der Liturgie undenkbar, abgesehen davon, dass wir dafür den Altarraum betreten müssten. Andere Frömmigkeit und vermutlich auch anderes Amtsverständnis. Es gilt noch viel von einander zu lernen.